4 x Grimm - vier Medien, vier Kurse, vier Vierteljahre
Theater - Bildende Kunst - Trickfilm - Radio–Hörspiel
Für das Schuljahr 2009/2010 wurde ein Kultur- und Medienangebot entwickelt, das abgestimmt ist auf das Jubiläumsjahr der Brüder Grimm. Dieses Projekt läuft zur Zeit an der Georg-August-Zinn-Schule in einer AG mit Schüler/-innen der 6. Klassen und wird in der letzten Schulwoche präsentiert.
Kontakt: jahn-schiller@web.de
Zeitraum: AG am Nachmittag, jeweils eine Doppelstunde pro Woche
Zielgruppen: Schüler/-innen der 5. - 10. Klasse (5. /6. Kl., 7./8. oder 9./10. Klasse), 8-14 TeilnehmerInnen
In vier Kursen befassen sich Schüler/-innen mittels verschiedener Medien mit den historischen Personen der Brüder Grimm und ihrem Werk. Die Medien sind:
Radio
Bildende Kunst
Trickfilm
Theater
Eine Gruppe von Schüler/-innen durchläuft innerhalb eines Schuljahres in vierteljährlichem Wechsel die vier verschiedenen Kurse. Durch das gemeinsame Oberthema wird es möglich, Ergebnisse aus den anderen Kursen mit einzubeziehen und das Projekt am Ende des Schuljahrs zu einem Ganzen zusammen zu fügen. So könnten beispielsweise im Kurs „Bildende Kunst“ Bühnenbilder oder Masken, im Schreibkurs ein Plot oder Dialoge erstellt werden, die später im Theaterworkshop verwendet werden.
Die Kurse arbeiten mit offenem Ergebnis, sie folgen inhaltlich den Interessen und Ideen der Schüler/-innen und dem kreativen Prozess der Gruppe.
Radio – Das Experiment mit Stimme und Tönen
Wir beginnen mit einer kleinen theoretischen und praktischen Einführung und mehreren Spielen rund ums Hören. Dafür benutzen wir mobile Aufnahmegeräte. Aufbauend auf den / die vorherigen Kurse und in Absprache mit den nachfolgenden experimentieren wir mit Geräuschen, Musik und Sprachaufnahmen. Hierbei werden Laptops mit Schnittsoftware zur Verfügung gestellt. Die SchülerInnen sollen zum Einen sich selbst und die eigene Stimme neu erfahren, sie gezielt einsetzen und sich ausprobieren. Die technischen Möglichkeiten der Medien z.B. auch Effekte sollen dazu kreativ genutzt werden.
Ziel ist die Produktion eines „Klangerlebnisses“ wie z.B. eines Hörspiels, Features, Hörbildes oder anderen Formen. Dieses Ergebnis oder Elemente daraus können in den anderen Kursen eingesetzt werden.
Leitung: Dipl. Ing. Susanne Holbein, Medienpädagogin, Freies Radio Kassel
Trickfilm
Im Trickfilm werden Elemente der bildenden Kunst verbunden mit der Aufnahmetechnik von Film und Trickfilm. Fantastische Filmelemente, die im Video nicht umsetzbar sind, können im Trickfilm abgebildet werden. Er eignet sich deshalb besonders auch für die Darstellung von Märchen.
Mit Geduld und Liebe zum Detail werden kurze Filme entstehen, die später ein Element der abschließenden Präsentation bilden werden.
Ansprechpartnerinnen: Susanne Holbein, Martina Preuss
Bildende Kunst
Wir
werden auf Spurensuche von Jakob und Ludwig Grimms gehen z.B. im
Schloß Wilhelmshöhe. Was hat Jakob Grimm mit dem napolonischen
Kunstraubs zu tun? Oder haben die Grimms auch selber gemalt? Gibt es
in ihren Märchen oder in ihrem Lebensweg Szenen, die sich lohnen
genauer betrachtet zu werden und die zu gestalten eine Inspiration
sein könnten?
Aufbauend auf die Erfahrungen der vorangegangenen
Projekte oder neu gewonnener Erfahrungen werden wir uns gestalterisch
diesem Thema zuwenden.
Mögliche Schwerpunkte:
- eigene
Eindrücke malen, collagieren, oder als Skultur darstellen, als
Einzelarbeit oder Gruppenarbeit
-
Szenen aus den Märchen gestalten und eigene Bilder dazu entwickeln
und eventuell eine Bildergeschichte oder einen Comic malen oder
zeichnen
- die entstandenen Arbeiten können zum Abschluss in
einer Ausstellung präsentiert werden.
Ein Anknüpfen an
vorangegangene Workshops ist auch hier möglich.
Leitung: Martina Preuß Dipl. Soziapädagogin/ Sozialarbeiterin,Kunstpädagogin, Erzieherin
Theater – Wörter, Märchen und Geschichte/n
Je nach Alter und Interessen der beteiligten Schüler/-innen werden wir uns mit Märchen oder Sagen aus der Sammlung der Brüder Grimm, mit den historischen Persönlichkeiten der Grimms oder ihrer Arbeit am Deutschen Wörterbuch beschäftigen.
Das könnte z.B. so aussehen:
bekannte Märchen werden auf ihre Aktualität für die Schüler/-innen überprüft und in einer Szenencollage präsentiert;
historische Bezüge, in denen die Brüder Grimm sich bewegt und gearbeitet haben und in denen sie politisch aktiv waren, werden erforscht und das Ergebnis dramatisiert;
alte – heute ungebräuchlichen – Wörter werden aufgespürt, neue Wörter der Jugendlichen aus ihrem „slang“ dem Wörterbuch hinzugefügt und deren Bedeutung und Gebrauch in Improvisationen erforscht.
Parallel zur Arbeit am Thema werden für die Szenen notwendige Grundlagen des Theaterspiels vermittelt und geübt.
Dabei können Ergebnisse aus den drei vorangegangenen Kursen einbezogen und in einer gemeinsamen Präsentation am Ende des Schuljahres der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden.
Leitung Dörte Jahn-Schiller, Theater Spielen, Theaterpädagogin, Dipl. Sozialwirtin, Psychodrama-Leiterin
