Aktuelle Veranstaltungen

Facebook, Skype & Twitter - Västeras 2011

3287

01.-09. Juli 2011 in Västerås (Schweden)

 

20 Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren aus Deutschland (Kassel) und Schweden (Västerås) waren im Juli 2011 für 8 Tage in Västerås zusammen, um Eindrücke von Schweden und vom Alltagsleben in Schweden zu sammeln, Freizeitaktivitäten schwedischer Jugendlicher kennen zu lernen und sich mit Vor- und Nachteilen Sozialer Medien auseinanderzusetzen.

Zu Beginn des Treffens bestand bei den meisten eine deutliche Hemmschwelle, Englisch zu sprechen. Dank der Kooperationsaufgaben, die an den ersten beiden Tagen zu lösen waren, änderte sich das aber schnell. Die Aufgaben waren ja auch nur lösbar, wenn man mit den anderen kooperierte, sich also irgendwie verständigte. Und so war rasch eine deutliche Öffnung spürbar.

3288

Als es um Soziale Medien ging, wurde deutlich, dass die meisten der teilnehmenden Jugendlichen, Schweden wie Deutsche, facebook nutzen, nur einige wenige nutzen auch Twitter. Die Gründe dafür facebook zu nutzen, sind auch in beiden Ländern die gleichen: Kontakt zu Freunden halten und Fotos anschauen. Vielen war allerdings nicht klar, wer alles die dort geposteten Mitteilungen und Fotos sehen kann. „Man hat doch nochmal darüber nachgedacht, wie viel man von sich preisgeben möchte“, so ein Teilnehmer.

Die Jugendlichen waren natürlich auch viel unterwegs in und um Västerås: Stadterkundungen in Västerås, ein Besuch auf der Badeinsel Östraholmen, Speedboot fahren, Kart fahren, ein Empfang im Rathaus und ein gemeinsames Mittagessen mit Stadtverordneten von Västerås. Die deutschen Jugendlichen lernten Golf als Freizeitbeschäftigung schwedischer Jugendlicher kennen und besuchten mit den schwedischen Gastgebern gemeinsam einen Tag lang die schwedische Hauptstadt Stockholm.

3289

Ein unumstrittener Höhepunkt der Begegnung war die Teilnahme am traditionellen Oldtimertreffen ‚Powermeet‘ in Västerås – die schwedische Gruppe hatte dafür gesorgt, dass die deutschen Jugendlichen sogar in einigen der edlen Karossen am berühmten Oldtimercorso teilnehmen konnten.

Ein fortwährendes Highlight der Begegnung war aber auch die gemeinsame Unterbringung der Gruppe in einer Schule in Västerås, zu der ein Pool gehört, der von den Jugendlichen Tag und Nacht (wobei die Nacht Anfang Juli in Schweden ja nicht besonders lang ist) genutzt werden konnte.

„Besonders beeindruckend war, dass, obwohl es nicht so weit von Deutschland entfernt liegt, alles irgendwie anders war. Die Städte waren durchzogen von Waldstücken, was man hier nicht zu sehen bekommt. Außerdem ist es unglaublich, welche Möglichkeiten Jugendliche in Schweden für Hobbys und Freizeitgestaltung haben.“

„Der Besuch in Fågelbacken und im Arosfortet (Kooperationsaufgaben, Anm. der Red.) war auf jeden Fall ein guter Anfang im Lernen, sich mit den Schweden zu verständigen.“

„Wir hatten viel Spaß zusammen. Die Aktivitäten waren toll. Der Pool war hamma. Die Nächte waren geil. Wir haben sehr viel gelacht.“

„Wir haben viele tolle Sachen gemacht, die ich vorher noch nie gemacht habe. Jeden Tag etwas anderes. Toll fand ich, dass es da, wo wir gewohnt haben, ein kleines Schwimmbad gab, in das wir immer rein durften.
Über Schweden erfahren habe ich, dass man dort erst viel später Zigaretten und Alkohol kaufen und nehmen darf, oder dass man in eine Disco nicht so einfach rein kommt, und ich fand, dass dort einiges viel teurer als in Deutschland ist.“

Dieses Internationale Jugendprojekt wurde durchgeführt vom Kommunalen Jugendbildungswerk der Stadt Kassel, dem Jugendzentrum Anne-Frank-Haus in Kassel, den Jugendräumen Wehlheiden (AKGG e.V.) und dem Jugendamt der Stadt Västerås. Ermöglicht wurde das Projekt Dank der finanziellen Förderung durch das EU-Förderprogramm JUGEND IN AKTION.