Straßenfußball
"Kick Rechts weg" geht dieses Jahr in die 2. Runde. Verschiedene Vereine und Instutitionen organisieren dieses Jahr wieder ein politisches Straßenfußballfest. Dies soll auch der Auftakt sein um eine Straßenfußball-Liga für Kassel aufzubauen. Wenn es dann soweit ist, könnt ihr euch hier auf der Seite informieren!
Kick Rechts weg!
Im Folgenden findet ihr eine ausführliche Beschreibung über das diesjährige Straßenfußballfest, worum es geht und warum das Ganze.
Was heißt Straßenfußball?
Straßenfußball bezieht sich auf die Erfahrung, Fußball auf der Straße und nach möglichst freien Regeln zu spielen. Dafür werden Spielfelder aufgebaut und Rahmenregeln festgeschrieben, die ein anderes Erleben als im organisierten Vereinsfußball ermöglichen.
Vorbild ist hierbei die Arbeit von streetfootballworld und den dort vernetzten weltweiten Projekten von Fußball-, Erziehungs- und Friedensarbeit. Hier zeigt sich: „Wege zur friedlichen Konfliktlösung können spielerisch trainiert werden. Der Spaß am Spiel und am friedlichen Miteinander ermöglichen Erfolgserlebnisse und Perspektiven für die weitere Entwicklung.“
Was sind die Ziele? Warum "Kick Rechts weg?"
Zuvorderst gilt es, den teilnehmenden Gruppen ein Gemeinschaftserlebnis mit Fußball auf der Straße zu ermöglichen. Die gesamte Veranstaltung steht unter einem politischen Motto, das zu den Zielen des Straßenfußballs passt: „Kick Rechts weg“. Intoleranz, rassistische und antisemitische Äußerungen sowie das Auftreten von Neonazis sind auch in der Jugendkultur zu erkennen.
Hier setzt unser Event an und gibt sich so eine klare politische Ausrichtung. Ziel ist die Aufklärung und die Stärkung derjenigen, die demokratisch, gewaltfrei und gegen die vielfältigen
Diskriminierungen auftreten.
Wer kann mitmachen?
Ziel eines solchen Turniers muss es natürlich sein, eine möglichst bunte Zusammensetzung der Teams zu erlangen. Wegen des sozialen und integrativen Hintergrunds sind zunächst hauptsächlich Gruppen aus sozialen Einrichtungen und Projekten angesprochen. Mitspielen können Jungs und Mädchen in zwei Kategorien, zwischen 12-15 und 16-27 Jahren. „Kick Rechts weg“ ist nicht nur ein Fußballturnier sondern ein politisch-kulturelles Event. Alle Teams werden deshalb aufgefordert, das Event mit eigenen Beiträgen zum politischen Thema zu bereichern:
Das können z.B. Aktionsformen auf dem Platz sein, ebenso wie Transparente und kulturelle Beiträge zum Programm. Jedes Team gibt sich einen Namen, aus dem eine Beschäftigung mit dem politischen Anlass deutlich wird.
Welche Regeln gibt es?
Die Gruppen spielen mit vier/fünf FeldspielerInnen. Während des gesamten Spiels sollte mindestens ein Mädchen/eine junge Frau auf dem Platz stehen (Extrapunkt). Es wird ohne SchiedsrichterInnen, nur mit SpielbeobachterInnen gespielt, die faires Verhalten mit einem Extrapunkt bewerten können. Vor und nach dem Spiel stehen die Teams zusammen, besprechen einzelne Regeln (Handspiel, Foul, Rückpass) und werten danach das Spiel und erklären ein Team für fairer (Extrapunkt). Unfaires Verhalten
kann zu Punkt- oder Torabzug führen.
Fußball - und viel mehr!
Dieses Fest wird organisiert, um ein Zeichen zu
setzen für den Fußball als eine Kraft für Miteinander, Spaß und der Entwicklung und Förderung sozialer Kompetenzen. Straßenfußball
ist ein Bekenntnis zur Rolle von Fußball als Teil eines lebendigen Straßenbildes jenseits organisierter Verbands- und Vereinsstrenge.
Dabei sollen TeilnehmerInnen und Spielregeln die Reichhaltigkeit von Sport als Gemeinschaftserlebnis widerspiegeln. Das Miteinander der TeilnehmerInnen, die gemeinsamen Erfahrungen
stehen dabei im Vordergrund. Integration, soziale und kulturelle Akzeptanz sollen auf Kassels Straßen gefördert werden.
Deshalb wird neben dem Straßenfußball ein buntes Programm geboten: Musikalische Acts, politische Aktionsformen, Tanzeinlagen und vieles mehr. Die TeilnehmerInnen können und sollen sich hierbei mit Diskriminierung und Intoleranz auseinandersetzen, um so auch über den Tag hinaus eine
politische Wirkung zu entfalten. Durch die unterschiedlichen inhaltlichen Beiträge der Teams, die im Vorfeld des Turniers vorbereitet werden, wird der Bahnhofsvorplatz zu einem bunten
und gemütlichen Ort und bietet viele Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Engagement: Gegen Rassismus und Antisemitismus!
Veranstalter
Dynamo Windrad, die Evangelische Jugend Kassel, die Gewerkschaftsjugend (DGB, GEW, IG BCE, IG Metall, ver.di), der Kasseler Jugendring, die Kasseler Sportjugend, der Internationale
Bund, das Jugendamt der Stadt Kassel und andere Institutionen der Jugendarbeit.
Weitere Informationen:
Dynamo Windrad Kassel e.V.
Schönfelder Str. 35 | 34121 Kassel
Tel.: 05 61 - 28 41 63 | Fax: 05 61 - 22 891
E-Mail: info@dynamo-windrad.de
www.dynamo-windrad.de
Bürozeiten:
Mo. bis Do.: 10 - 13 Uhr & 14 - 17 Uhr
Fr.: 10 - 13 Uhr und nach Vereinbarung
DGB-Jugendbüro Nordhessen
Spohrstr. 6-8 | 34117 Kassel
Tel.: 05 61 - 720 95 34 | Fax: 05 61 - 720 95 35
E-Mail: jugendbüro-nordhessen@dgb.de

